Alois Alzheimer

 

In Frankfurt am Main wird im November 1901 die damals 51-jährige Auguste Deter in der Städtischen Klinik in Niederrad aufgenommen. Sie ist Patientin von Prof. Alzheimer und hat Symptome einer Demenz. Alois Alzheimer sorgt sich intensiv um Frau Deter und untersucht nach deren Tod mikroskopisch das Gehirn der Verstorbenen. Ein Krankheitsbild eigener Prägung mit eigentümlichen Veränderungen der Ganglienzellenfibrillen und mit Bildung von Plaques wird von Prof. Alzheimer erfasst; auch bei drei weiteren Fällen kann Alzheimer diese Veränderungen nachweisen. Im November 1906 beschreibt Alzheimer erstmals das Krankheitsbild und die hirnorganischen Veränderungen. Seither wird weltweit von der „Alzheimer’schen Krankheit“ gesprochen.

 

 

Geburtshaus von Alois Alzheimer in Marktbreit

Alzheimer Geburtshaus mit Innenansicht Fotos: © Hameister                                                        (Bilder per Klick vergrößern)

 

 

Heute leben in Frankfurt am Main etwa 13.000 manifest Erkrankte, bei etwa 1.600 neuen Erkrankungsfällen pro Jahr. Weltweit sind 30 bis 40 Millionen Menschen von der Alzheimerschen Krankheit befallen. Der zahlenmäßige Anstieg der Krankheitsfälle ist vor allem durch die Verdoppelung der Lebenserwartung in den industrialisierten Ländern in den vergangenen 100 Jahren verursacht, da sich mit zunehmendem Lebensalter das Risiko einer Alzheimer’schen Erkrankung erhöht. Etwa vier Fünftel der demenzkranken Menschen werden entweder in der eigenen Wohnung oder im Kreis der Familie von Angehörigen begleitet und versorgt.

 


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