Welt-Alzheimertag 2015

Motto: Demenz - Vergiss mich nicht

Informationsabend und Buchlesung "Der lange Abschied"

Welt-Alzheimertag 2015 Bildquelle: rheinmainbild.de/Klaus Leitzbach
Bildquelle: rheinmainbild.de/Klaus Leitzbach

Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie hatte zum Welt-Alzheimertag 2015 gemeinsam mit der AGFFM zu einen öffentlichen Informationsabend und Lesung unter dem Thema: „Kognitive Störungen im Alter“ eingeladen.

 

Während einer knapp einstündigigen Lesung las

Hans Karl Müller (AGFFM) aus dem Buch

"Der lange Abschied" vor und brachte dabei die anrührenden Erlebnisse aus dem Leben der Frankfurter Familie Herber auf eindrucksvolle und lebhafte Weise zum Ausdruck.

 

Hans Jürgen Herber, dessen Frau Yvonne 2010 an Alzheimer erkrankte, begleitet sie bis zu ihrem Tod

im Januar 2015. Die Zuhörer wurden durch die bewegende Geschichte, die Hans Jürgen Herber erlebte gefesselt.

 

"Holen Sie sich von außen Hilfe"

Hans Jürgen Herber


Lesung aus dem Buch: "Der lange Abschied" Covertext des Buches

Bildquelle: rheinmainbild.de/Klaus Leitzbach
Bildquelle: rheinmainbild.de/Klaus Leitzbach

 

Yvonne Herber ist erst vierzig Jahre alt, als sie eine schockierende Diagnose erhält: Sie hat Alzheimer.

 

Ihr Mann Hans gibt ihr das Versprechen, sie nicht alleine zu lassen und durch alles hindurch zu begleiten.

 

Doch was wie Selbstverständlichkeit klingt, wird zur Zerreißprobe.

 

Hans Jürgen Herber erzählt mutig und mit entwaffnender Offenheit, was es bedeutet, seine Frau und die Mutter seines Sohnes nach und nach an Alzheimer zu verlieren.

 

Er beschreibt eine Beziehungsreise, die berühren, aber auch irritieren oder provozieren mag.

 

Sicher macht sie auch Mut, nach ungewöhnlichen Lösungen zu suchen.


Während der Diskussion am Ende der Lesung stellte das Publikum Fragen an die Experten der Uniklinik

und der Alzheimer-Gesellschaft. Hans Jürgen Herber der Autor des Buches "Der lange Abschied", dass er gemeinsam unter Mitwirkung von Ulrich Beckers schrieb, trat vor die Zuhörerschaft und sagte:

 

"Mir ist es ein großes Anliegen, Ihnen zu sagen: Wenn ein Angehöriger von Ihnen Alzheimer hat, holen Sie

sich von außen Hilfe".

 

Am Ende der Veranstaltung nutzten zahlreiche Anwesende die Gelegenheit zum weiteren Gedankenaustausch. Dabei sorgte die AGFFM für das leibliche Wohl, denn Speisen und Getränke waren reichlich vorhanden.