Welt-Alzheimertag 2014

Motto: An deiner Seite bleiben - mit Demenz umgehen

Grußworte der Stadt Frankfurt durch Oberbürgermeister Peter Feldmann

Bildquelle: © rheinmainbild.de/Klaus Leitzbach
Bildquelle: © rheinmainbild.de/Klaus Leitzbach

"Ich bin sehr gerne Schirmherr der Alzheimer-Gesellschaft in Frankfurt", sagte OB Feldmann zu Beginn seiner Rede.

 

"Ich hatte täglich mit Demenzpatienten und deren Angehörigen zu tun in meiner Zeit als Leiter eines Altenzentrums, und ich habe eines gelernt, dass diese Krankheit vor allem kein Tabuthema sein darf".

 

Dabei erwähnte er einige persönliche Erfahrungen mit Demenzkranken und betonte wie wichtig die positive Herangehensweise an das Thema sei und die Annahme der Krankheit sowohl für den Betroffenen als auch deren Angehörigen.

 

Professor Pantel 1. Vorsitzender der Alzheimer-Gesellschaft Frankfurt und Moderator der Veranstaltung machte mit seinen Eingangsworten auf die schwierige Situation der Demenzkranken aufmerksam und sagte:

 

"Fragen sie einen x-beliebigen Menschen auf der Straße nach der Krankheit Alzheimer, dann werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit den Satz hören:

 

Das sind doch die Menschen, die immer so viel vergessen. Demenzkranke leiden aber nicht nur an Vergesslichkeit, sie leiden auch manchmal unter Vergessenheit.

 

Alle diese Menschen sollten und dürfen aber nicht vergessen werden.

 

Nicht von der Gesellschaft, nicht vom medizinischen Versorgungssytem, nicht von der Politik.

 

 

"Demenz ist eine gesundheitspolitische Herausforderungauf allen politischen Ebenen"

Heike von Lützau-Hohlbein, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

 

 

"Wir versuchen als Stadt das eine oder andere zu bewirken und ich bin deshalb sehr froh, dass wir in den kommenden Wochen in dieser Hinsicht etwas in Verbindung mit der Schirn machen. Zeigen wir Mitgefühl akzeptieren wir die Krankheit. Wichtig ist, dass die Betroffenen nicht die Erfahrung machen, dass sich Angehörige, Freunde und Bekannte zurückziehen. Dass wir die Betroffenen einbeziehen, in die Mitte nehmen, an die Hand nehmen, die Hand reichen.

 

Die Alzheimer-Gesellschaften, meine Damen und Herren, sind hier nicht Mittel zum Zweck, sondern sie sind der Hebel derjenigen, die sich selbst organisieren.   

 

Sie erleichtern damit den Betroffenen und ihren Angehörigen ihren Alltag und vor allem spüren sie - und das ist zentral - das wichtige Gefühl und die wichtige Nachricht zu bekommen, jeden Tag aufs Neue: ich bin mit dieser Situation nicht allein!"

Referent Erich Schützendorf zeigte unterstützt durch Bilder und Videos, anhand vieler praktischer Beispiele aus dem Alltagsleben von Demenzkranken, deren Angehörigen und Pflegepersonal, wie der Umgang mit den Erkrankten verbessert werden könnte.

 

Seiner Ansicht nach müssten Denkmuster im Umgang mit Demenzkranken verändert werden, auch wenn viele der Ideen davon nicht so recht in unser eigenes derzeitiges Weltbild passen.

 

Heike von Lützau-Hohlbein, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft setzte in ihrer Rede den Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit Demenz als gesellschaftpolitische Herausforderungen und sagte:

 

"Demenz ist eine gesundheitspolitische Herausforderung auf allen politischen Ebenen".

 

Die Veranstaltung im Haus am Dom am 23. September 2014 wurde mit einer Diskussions- und Fragerunde der Referenten auf dem Podium beendet.