Klangbrücken. Ein musiktherapeutisches Forschungsprojekt für Menschen mit Demenz, die zuhause leben. 2008 - 2010.
Mit dem Projekt "Klangbrücken" bietet die Gerontopsychiatrie des Klinikums der J.W.Goethe-Universität in Kooperation mit dem Masterstudiengang Musiktherapie der Fachhochschule und der Alzheimer Gesellschaft Frankfurt e.V. eine psychotherapeutisch ausgerichtete Musiktherapie für zu Hause lebende Demenzkranke.
Die Teilnehmer erhalten ein Jahr lang einmal wöchentlich kostenlose Musiktherapie-Einzelstunden zu Hause. Das Projekt wird von einer begleitenden Untersuchung ergänzt. Ziel dieser Begleitstudie ist es, die Eignung der Musiktherapie für Menschen mit Demenz zu beobachten. Das Projekt bezieht auch die versorgenden Angehörigen ein.
Musiktherapie dient der Förderung nonverbaler Möglichkeiten des Ausdrucks und der Kommunikation sowie der Beziehungsaufnahme. Sie unterstützt die Selbstwahrnehmung unter Einbeziehung biographischer Momente; sie bietet Anstöße zur Sensibilisierung der Wahrnehmung und zur aktiven Teilhabe am kulturellen Leben. Von dem Musiktherapieangebot profitieren vor allem Menschen mit Demenz, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung oder eingeschränkten Mobilität von bestehenden Angeboten (z.B. im Rahmen von Tagesstätten, Praxen etc.) nicht erreicht werden.
Das Projekt enthält zwei Kompomenten: Es verbindet Hausbesuche zur Einzeltherapie und eine Angehörigengruppe zu Erfahrungsaustausch und nonverbalem Kommunikationstraining mit Musik. Durch die unterschiedlichen Perspektiven ergibt sich ein differenziertes Bild der Wirkung der Musitherapie, welches die Begleitstudie erfasst und auswertet.
Das mittlerweile abgeschlossene Forschungsprojekt wurde von der BHF-Bank-Stiftung und der Alzheimer Gesellschaft Frankfurt e.V. gefördert. Ein Abschlussbericht folgt.
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